Bildung für alle!

- Schulklasse 1988
90% der Menschen im Bergland Nepals leben von der Landwirtschaft. Vor 20 Jahren lag die Analphabetenrate in der Region Bhandar bei 90 Prozent. Unser Anliegen ist es, flächendeckend Grundschulen zu errichten. Kein Kind soll mehr als eine Stunde Fußweg zur Schule haben.
Die wenigen Schulen, die es 1988 in Bhandar gab, waren in einem schlimmem Zustand: dunkle kalte Hütten mit undichten Dächern, meist keine Tische und Bänke, Lehmböden, kein Glas in den Fenstern, keine Elektrizität, die Bewohner zu arm, um eine feste Schule zu bauen, zu arm, um Lehrer zu bezahlen.

- Dokharpa 1988
Mit der Unterstützung dieser Grundschule in Dokarpa fing unser Schulprojekt 1989 an. Seit 1995 entstehen immer mehr Schulen in den umliegenden Gemeinden, anfänglich eine, später auch zwei pro Jahr, für die sich Einzelspender, Stiftungen und andere Organisationen fanden.

Die einfachen Schulgebäude werden weitgehend aus lokalen Baumaterialien und in Handarbeit erstellt. Als Standard sind alle Schulen mit Fensterscheiben und Fußböden ausgerüstet, weiterhin mit Tischen, Bänken und einer Tafel.
Die Eigenleistungen der Dorfbewohner sind wichtige Voraussetzungen für das Gelingen solcher Projekte. Die Gemeinden oder einzelne Bewohner stellen das Grundstück zur Verfügung und ein Teil der Bauarbeiten werden unentgeltlich geleistet.

- Holzsägen

- unentgeltliches Arbeiten

- Frau beim Stricken eines Schulpullovers

- Schneider beim Nähen der Schuluniform

Nachdem mehr und mehr Grundschulen entstanden sind, wurde auch der Bedarf an Sekundarschulen größer. In Bhandar und Those haben wir geholfen, die vorhandenen Sekundarschulen zu erweitern, damit mehr Schüler den Abschluss der Klasse 10 machen können.
Außerdem haben wir in diesen Schulen die Einrichtung der Jahrgangsstufen 11 und 12 unterstützt, damit die Schüler, die das Abitur machen wollen, nicht wie zuvor nach Kathmandu gehen müssen.

Wir unterstützen die Schulen mit unterschiedlichen Geldbeträgen. Einige bekommen lediglich Lehr- und Lernmaterial, anderen bezahlen wir das Gehalt für eine Lehrkraft, wiederum anderen wird vom Neubau bis zum gesamten Unterhalt alles finanziert.
Die Kinder der ärmsten Familien – und das sind fast alle - bekommen einmal im Jahr Schulkleidung als wirtschaftliche Hilfe. Das sind Rock oder Hose, Hemd oder Bluse, ein Wollpullover und ein Paar Schuhe. Das soll für die Familien Anreiz sein, ihre Kinder nicht aus Feld, sondern in die Schule zu schicken.
Mit ihren monatlichen 1,50 Euro-Patenschaften finanziert die Schülerschaft der Helene-Lange-Schule einen großen Teil der Schulkleidung in Bhandar.
Schneider in den Dörfern nähen die Kleidung und Frauen stricken die Pullover und haben damit ein Einkommen.

